Kurzfazit
Die Consorsbank ist aus dem Nürnberger Online-Broker Consors hervorgegangen und gehört heute als Marke zur BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland. Ihr Girokonto fällt im Vergleich durch das vollständigste Kartenpaket auf: Visa Card Debit, Girocard und die echte Kreditkarte Gold Light sind alle ohne Gebühr dabei. Kostenlos ist das Konto ab 700 Euro Geldeingang oder bis zum 31. Geburtstag, sonst kostet es 4 Euro im Monat (Stand: Oktober 2026). Weniger überzeugend sind Fremdwährungsgebühr auf der Debitkarte und die App.
Leistungen & Konditionen
Das Consorsbank Girokonto kostet 4 Euro im Monat; bei mindestens 700 Euro Geldeingang pro Monat oder einem Alter unter 31 entfällt die Gebühr (Stand: Oktober 2026, Entgeltinformation Stand 09/2026). Inklusive sind die Visa Card Debit und die Girocard. Die Visa Credit Card Gold Light, eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen, gibt es auf Antrag ohne Jahresgebühr dazu.
Bargeld hebst du mit der Visa Debit im Europäischen Wirtschaftsraum ab 50 Euro kostenlos ab, für Beträge unter 50 Euro fallen 1,95 Euro an. Außerhalb des EWR und bei Fremdwährung kostet die Abhebung 2,10 Prozent. Dieselben 2,10 Prozent gelten für Kartenzahlungen in Fremdwährung mit Visa Debit und Girocard; die Gold Light ist von der Fremdwährungsgebühr befreit (Stand: Oktober 2026).
Der Dispozins beträgt 9,90 Prozent pro Jahr (effektiv 10,27 Prozent), die geduldete Überziehung kostet ebenfalls 9,90 Prozent (Stand: Oktober 2026). Echtzeitüberweisungen sind kostenlos, Apple Pay und Google Pay werden unterstützt, Kontowechsel über Qwist und Gemeinschaftskonten sind kostenlos. Das Depot der Consorsbank mit breitem ETF- und Sparplanangebot läuft im selben Login.
Gesetzlich sind Einlagen über den französischen Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution bis 100.000 Euro gesichert, weil die Lizenz bei der BNP Paribas S.A. in Paris liegt. Zusätzlich ist die deutsche Niederlassung Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.
Vorteile
- Drei Karten, null Gebühr. Debitkarte, Girocard und echte Kreditkarte inklusive. Das bietet kein anderer Anbieter im Vergleich ohne Zusatzkosten.
- Großzügige Altersgrenze. Kostenlos bis 31 statt wie üblich bis 28, danach genügen 700 Euro Geldeingang.
- Günstige Gebühr bei Nichterfüllung. 4 Euro im Monat sind weniger als bei DKB, ING oder comdirect.
- Doppelte Sicherung. Französische gesetzliche Sicherung plus deutscher Einlagensicherungsfonds.
Nachteile
- Fremdwährung mit der Debitkarte teuer. 2,10 Prozent auf Zahlungen und Abhebungen, zusätzlich 1,95 Euro für Kleinbeträge unter 50 Euro.
- Ausländische Einlagensicherung. Im Entschädigungsfall läuft die Abwicklung über die französische Einrichtung. Das Schutzniveau ist gleich, der Weg ist ungewohnt.
- App ohne Extras. Keine Unterkonten, kein Multibanking auf Neobank-Niveau; die App erledigt das Nötige, nicht mehr.
Wie wir bewertet haben
Gebühren (8,0): Kostenlos ab 700 Euro oder unter 31, nur 4 Euro bei Nichterfüllung, Dispo bei 9,90 Prozent. Abzug für 2,10 Prozent Fremdwährungsgebühr und die Kleinbetragsgebühr beim Abheben.
Leistungen & Karte (8,8): Das kompletteste Kartenpaket im Vergleich inklusive echter Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr, dazu Depot und Gemeinschaftskonto.
App & Banking (7,8): Solide App mit Wallet-Diensten und Echtzeitüberweisung, aber ohne Unterkonten und mit weniger Komfort als bei Neobanken.
Service & Sicherheit (8,2): Teil der BNP-Paribas-Gruppe, Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds, Telefonservice vorhanden. Abzug für die französische statt deutsche gesetzliche Sicherung und fehlende Filialen.
Für wen geeignet
Die Consorsbank passt zu allen, die drei Karten ohne Gebühr wollen, besonders zu Menschen bis 31 und zu Reisenden, die mit der Gold Light fremdwährungsfrei zahlen. Weniger geeignet ist sie für alle, die nur mit der Debitkarte außerhalb des Euroraums zahlen wollen, Unterkonten brauchen oder Wert auf eine deutsche gesetzliche Einlagensicherung legen.