Kurzfazit
Die ING ist mit über neun Millionen Kunden (Eigenangabe) die größte Direktbank Deutschlands und steht für ein Konto ohne Überraschungen: solide App, erreichbarer Service, kostenlose Kontoführung bei Gehaltseingang. Zwei Änderungen trüben das Bild: Seit Dezember 2024 müssen monatlich 1.000 Euro statt 700 Euro eingehen, und auf Fremdwährungsumsätze fallen 2,20 Prozent an, ohne Ausnahme (Stand: Oktober 2026). Für klassische Gehaltskonten bleibt die ING eine sichere Wahl, für Reisende und Teilzeitkräfte gibt es bessere.
Leistungen & Konditionen
Das Girokonto kostet 4,90 Euro im Monat; die Gebühr entfällt bei mindestens 1.000 Euro Geldeingang im Monat oder bis zum 28. Geburtstag (Stand: Oktober 2026, Konditionenseite Stand 01.06.2026). Inklusive ist die Visa Card Debit, eine Girocard gibt es für 1,49 Euro im Monat. Eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen bietet die ING nicht an.
Bargeld hebst du mit der Visa Card in der gesamten Eurozone ab 50 Euro pro Abhebung kostenlos ab, an jedem Automaten mit Visa-Zeichen. Außerhalb der Eurozone berechnet die ING 2,20 Prozent des Betrags, mindestens 1 Euro; dieselbe Gebühr fällt auf Kartenzahlungen in Fremdwährung an (Stand: Oktober 2026).
Der Dispozins beträgt 9,39 Prozent pro Jahr (Stand: Oktober 2026). Laut Zinsanpassungstabelle der ING gilt dieser Satz seit dem 15.10.2026, davor lag er bei 9,14 Prozent; die Konditionenseite nennt denselben Wert. Maßgeblich ist der Satz in deiner Kontoübersicht. Echtzeitüberweisungen sind kostenlos, Apple Pay und Google Pay funktionieren, Multibanking ist in der App integriert. Der Kontowechselservice ist kostenlos, Gemeinschaftskonten sind möglich.
Die ING-DiBa AG ist eine deutsche Bank unter BaFin-Aufsicht, Mitglied der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) und des freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.
Vorteile
- Bewährte Bank, großer Kundenstamm. Die ING ist seit Jahrzehnten am Markt, hat ein stabiles Geschäftsmodell und gilt in Service-Tests regelmäßig als gut erreichbar.
- Kostenlos mit Gehalt. Bei 1.000 Euro Geldeingang entfällt die Gebühr, für unter 28-Jährige ohne Bedingung.
- Euro-Bargeld überall. Ab 50 Euro an allen Visa-Automaten in der Eurozone gebührenfrei, nicht nur im eigenen Verbund.
- Starke App. Apple Pay, Google Pay, Echtzeitüberweisung, Multibanking, Kartensperre und Limits per App. Die ING-App gehört zu den am besten bewerteten deutscher Banken.
Nachteile
- 1.000-Euro-Hürde. Wer in Teilzeit arbeitet, studiert und älter als 27 ist oder das Konto als Zweitkonto nutzt, zahlt 4,90 Euro im Monat.
- Fremdwährung kostet immer. 2,20 Prozent auf jede Zahlung und Abhebung außerhalb der Eurozone, ohne Aktivstatus-Ausnahme wie bei der DKB.
- Keine Kreditkarte, Girocard gegen Gebühr. Für Mietwagen-Kautionen brauchst du eine zweite Karte; die Girocard kostet 1,49 Euro im Monat.
Wie wir bewertet haben
Gebühren (7,6): Kostenlose Führung nur ab 1.000 Euro Geldeingang, 2,20 Prozent Fremdwährungsgebühr ohne Befreiung und 1,49 Euro für die Girocard. Der Dispo von 9,39 Prozent ist fair.
Leistungen & Karte (8,0): Visa Debit inklusive, Euro-Bargeld ab 50 Euro, Gemeinschaftskonto, Depot und Baufinanzierung im Haus. Abzug, weil es keine echte Kreditkarte gibt.
App & Banking (8,6): Eine der besten Banking-Apps am Markt mit Multibanking, Echtzeitüberweisung und allen Wallet-Diensten.
Service & Sicherheit (8,8): Deutsche Lizenz, EdB plus BdB-Fonds, große und profitable Bank, Telefonservice mit langen Erreichbarkeitszeiten. Keine Filialen.
Für wen geeignet
Die ING passt zu Angestellten mit Vollzeitgehalt, die ein verlässliches Hauptkonto mit sehr guter App wollen und vor allem im Euroraum unterwegs sind. Weniger geeignet ist sie für Teilzeitkräfte und Selbstständige mit schwankenden Eingängen, für Fernreisende wegen der Fremdwährungsgebühr und für alle, die eine echte Kreditkarte aus einer Hand wollen.