Topvergleiche
Barmer Logo
Platz 8 von Krankenkasse

Barmer im Test 2026

Zweitgrößte Krankenkasse mit dichtem Filialnetz und überdurchschnittlichem Beitrag

  • Barmer, bundesunmittelbare rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Berlin
  • seit 1884
6,9von 10
Redaktionswertung
Zum Anbieter

Anzeige · Wir erhalten ggf. eine Provision. Mehr erfahren

Stand: Oktober 2026

Kurzfazit

Punktet mit Filialnetz, Digitalangebot und Stabilität, ist bei Beitrag und Zuschüssen aber Mittelmaß. Passt zu Versicherten, die Beratung vor Ort wollen. Wer sparen oder feste Zuschüsse will, findet bei hkk, TK oder KKH mehr.

Vorteile

  • 8,3 Mio. Versicherte (Eigenangabe), Filialen bundesweit
  • Barmer-App und eCare-App mit ePA und E-Rezept
  • Barmer Bonus bis 200 € pro Jahr, auch für PZR nutzbar
  • Zusatzbeitrag 2026 stabil, keine Erhöhung

Nachteile

  • Zusatzbeitrag 3,29 % über dem Durchschnitt von 2,9 %
  • Kein fester PZR-Zuschuss, nur über Bonusprogramm
  • Osteopathie nur über Bonus oder Zusatzversicherung

Kurzfazit

Die Barmer ist mit rund 8,3 Millionen Versicherten (Eigenangabe) die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands und in ihrer heutigen Form 2017 aus Barmer GEK und Deutscher BKK entstanden. Ihre Stärken sind das dichte Geschäftsstellennetz, die digitale Ausstattung mit App und ePA-Anwendung eCare sowie ein 2026 stabil gehaltener Beitrag. Ihre Schwächen: Der Zusatzbeitrag liegt über dem Durchschnitt, und feste Zuschüsse für Zahnreinigung oder Osteopathie gibt es nicht. Wer Extras will, muss sie über das Bonusprogramm erarbeiten.

Leistungen & Konditionen

Der Zusatzbeitrag der Barmer beträgt 2026 unverändert 3,29 Prozent, der Gesamtbeitragssatz liegt bei 17,89 Prozent (Stand: Oktober 2026). Das sind 0,39 Punkte mehr als der amtlich festgelegte Durchschnitt von 2,9 Prozent. Dass die Barmer zum Jahreswechsel nicht erhöht hat, während TK, DAK und viele andere angehoben haben, ist ein Pluspunkt bei der Planbarkeit, ändert aber nichts am überdurchschnittlichen Niveau.

Bei den Zusatzleistungen ist die Barmer zurückhaltend. Die professionelle Zahnreinigung ist laut Barmer keine Kassenleistung; die Kosten von typischerweise 100 bis 180 Euro trägst du selbst. Zwei Wege gibt es trotzdem: Die Prämie aus dem Barmer Bonus lässt sich gezielt für die PZR einsetzen, und werdende Mütter bekommen die Kosten einer Zahnreinigung übernommen. Ähnlich bei der Osteopathie: Sie zählt nicht zum Leistungskatalog, ein Zuschuss ist nur über den Barmer Bonus möglich. Schwangere und Neugeborene bis zu einem Jahr erhalten über „Barmer Familie Plus“ bis zu 200 Euro für zusätzliche Leistungen, zum Beispiel Osteopathie. Darüber hinaus verweist die Barmer auf einen ambulanten Zusatzschutz des Partners HUK-Coburg mit bis zu 800 Euro pro Jahr, das ist aber eine private Zusatzversicherung mit eigenem Beitrag.

Der Barmer Bonus belohnt Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Sport mit Punkten, die du als Geldprämie oder als Zuschuss für ausgewählte Gesundheitsleistungen einlöst. Die Barmer nennt bis zu 200 Euro pro Jahr. Digital ist die Barmer gut aufgestellt: In der Barmer-App erledigst du Anliegen über „Meine Barmer“, die eCare-App ist der Zugang zur elektronischen Patientenakte und bietet E-Rezept-Einlösung, Wechselwirkungs-Check und Impfstatus. Krankschreibungen übermitteln Arztpraxen digital, du musst nichts mehr einreichen. Die Barmer ist bundesweit geöffnet.

Vorteile

  • Beratung vor Ort. Geschäftsstellen in allen Bundesländern, für viele Versicherte in erreichbarer Nähe. Das ist ein echter Unterschied zu Direktkassen.
  • Digital auf Augenhöhe mit der TK. Barmer-App plus eCare mit ePA, E-Rezept und Wechselwirkungs-Check. Die ePA-Anwendung gehört zu den funktionsreichsten im Markt.
  • Stabiler Beitrag 2026. Keine Erhöhung zum Jahreswechsel, während der Markt im Schnitt um 0,4 Punkte gestiegen ist.
  • Bonus mit Spielraum. Bis zu 200 Euro pro Jahr, die Prämie lässt sich für PZR oder Osteopathie zweckbinden.

Nachteile

  • Überdurchschnittlicher Zusatzbeitrag. 3,29 Prozent sind 0,7 Punkte mehr als bei der hkk. Bei 3.500 Euro brutto sind das für Arbeitnehmer rund 147 Euro pro Jahr Mehrkosten (Beispielrechnung, Arbeitnehmeranteil).
  • Keine festen Zuschüsse. Zahnreinigung und Osteopathie gibt es nur über Bonuspunkte oder in der Schwangerschaft. KKH, BIG oder hkk zahlen hier ohne Vorleistung.
  • Verweis auf Zusatzversicherungen. Mehrere Leistungsseiten enden mit einem Partnerangebot der HUK-Coburg. Das ist legitim, aber kein Kassenvorteil.

Wie wir bewertet haben

Zusatzbeitrag (6,4): 3,29 Prozent liegen über dem amtlichen Durchschnitt und 0,7 Punkte über dem günstigsten Anbieter im Vergleich. Der stabile Verlauf 2026 verhindert eine schlechtere Wertung.

Zusatzleistungen (5,6): Kein fester PZR-Zuschuss, keine direkte Osteopathie-Erstattung. Das Bonusprogramm und Familie Plus holen Punkte zurück, erreichen aber nicht das Niveau von KKH oder BIG.

Service (8,2): Dichtes Filialnetz und eine große Serviceorganisation. Die Größe bringt Erreichbarkeit vor Ort, kann aber in Stoßzeiten zu längeren Wartezeiten führen.

Digitale Angebote (8,6): App, Online-Geschäftsstelle und eine ePA-Anwendung mit Funktionen, die über die gesetzliche Pflicht hinausgehen. Nur die TK liegt im Vergleich vorn.

Für wen geeignet

Die Barmer passt zu Versicherten, die eine sehr große Kasse mit Geschäftsstelle in der Nähe, stabiler Beitragspolitik und starker ePA-App wollen und bereit sind, dafür einen überdurchschnittlichen Zusatzbeitrag zu zahlen. Wer Zahnreinigung und Osteopathie regelmäßig nutzt oder den Beitrag minimieren will, fährt mit hkk, TK, Audi BKK oder KKH besser.

Barmer

Zweitgrößte Krankenkasse mit dichtem Filialnetz und überdurchschnittlichem Beitrag

Zur Barmer

Anzeige · Wir erhalten ggf. eine Provision. Mehr erfahren

Quellen

Häufige Fragen zu Barmer

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag der Barmer 2026?

Der Zusatzbeitrag der Barmer liegt 2026 bei 3,29 Prozent, der Gesamtbeitragssatz bei 17,89 Prozent (Stand: Oktober 2026). Der Satz ist gegenüber 2025 unverändert.

Bezuschusst die Barmer die professionelle Zahnreinigung?

Nicht pauschal. Du kannst die Prämie aus dem Barmer Bonus für die Zahnreinigung einsetzen, und für Schwangere übernimmt die Barmer die Kosten einer PZR. Einen festen Jahresbetrag für alle Versicherten gibt es nicht.

Zahlt die Barmer Osteopathie?

Osteopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der Barmer. Einen Zuschuss bekommst du nur über das Bonusprogramm, über Barmer Familie Plus für Schwangere und Neugeborene oder über eine private Zusatzversicherung des Partners HUK-Coburg.

Was bringt der Barmer Bonus?

Für Vorsorge, Impfungen und Sport sammelst du Punkte, die du als Geldprämie oder als Zuschuss für Gesundheitsleistungen einlöst. Laut Barmer sind bis zu 200 Euro pro Jahr möglich.

Alternativen im Krankenkasse-Vergleich

  • Platz 1Testsieger
    Techniker Krankenkasse (TK) Logo

    Techniker Krankenkasse (TK)

    Die ausgewogenste Wahl für alle, die eine große Kasse mit gutem Beitrag, starker App und solidem Service wollen. Wer nur auf den niedrigsten Beitrag oder hohe Zuschüsse schaut, findet bei hkk, Audi BKK oder KKH mehr.

  • Platz 2Preis-Leistung
    hkk Krankenkasse Logo

    hkk Krankenkasse

    Erste Wahl, wenn der Beitrag im Vordergrund steht: niedrigster Zusatzbeitrag im Vergleich und trotzdem gute Zuschüsse für Osteopathie, Reiseimpfungen und Naturmedizin. Wer eine Filiale um die Ecke will, schaut auf TK oder KKH.

  • Platz 3Geheimtipp
    Audi BKK Logo

    Audi BKK

    Der Geheimtipp für Preisbewusste: fast so günstig wie die hkk, dazu feste Zuschüsse aus dem 200-Euro-Budget und ein klares Bonusprogramm. Wer Beratung in einer Geschäftsstelle braucht, ist bei TK oder Barmer besser versorgt.