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TestsiegerPlatz 1 von PKV

Allianz Private Krankenversicherung im Test 2026

Vollversicherung des Allianz-Konzerns mit veröffentlichtem Beitragsbeispiel

  • Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • München
  • seit 1925
8,5von 10
Redaktionswertung
Zum Anbieter

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Stand: Oktober 2026

Kurzfazit

Nachvollziehbares Beitragsbeispiel, klare Rückerstattungsregeln, laut map-report eine der stärksten Bilanzen. Die günstigste Prämie gibt es anderswo; wer einen finanzstarken Versicherer mit guter App will, ist hier richtig.

Vorteile

  • Beitragsbeispiel öffentlich: 781,24 € für 30-Jährige (2026)
  • 10 % Rückerstattung garantiert, Bonus bis 30 % (Beamte 35 %)
  • Bilanzrating map-report 945: Höchstnote „mmm+“ (2026)
  • App mit Rechnungsupload, E-Rezept und digitaler Chipkarte

Nachteile

  • Beitragsanpassung 2026 laut Medienberichten rund 11 %
  • Rückerstattungs-Bonus nicht garantiert, jährlich neu
  • Plus 90: 10 % Selbstbeteiligung, maximal 500 € pro Jahr

Kurzfazit

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG ist der Krankenversicherer des Allianz-Konzerns und mit 4,3 Milliarden Euro Beitragseinnahmen (Geschäftsbericht 2024) einer der drei größten privaten Krankenversicherer in Deutschland. Im Bilanzrating map-report 945 von Franke und Bornberg erreichte sie 2026 als einer von nur drei Anbietern die Höchstnote „mmm+“. Was uns besonders gefällt: Die Allianz veröffentlicht ein vollständiges Beitragsbeispiel und dokumentiert die Beitragsrückerstattung Prozent für Prozent. Günstig ist sie nicht, aber nachvollziehbar.

Leistungen & Konditionen

Kern der Vollversicherung sind die Tarife „MeinGesundheitsschutz“ in den Stufen Plus und Best für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler. Für Beamte gibt es „Beihilfeergänzung Plus“ und „Beihilfeergänzung Best“ als Restkostenversicherung, ergänzt um Bausteine für Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung. Berufseinsteiger und Studierende sichern sich mit dem Optionstarif „OptionFlexiMed“ den späteren Wechsel ohne neue Gesundheitsprüfung. Ärzte erhalten Gruppenkonditionen über Ärztekammern und Marburger Bund.

Das veröffentlichte Beispiel (Stand: 2026): Ein kinderloser Angestellter, 30 Jahre, 80.000 Euro Bruttojahreseinkommen, zahlt im Tarif Plus 90 mit Zahn 90 insgesamt 781,24 Euro pro Monat, davon 598,39 Euro für die Tarife, 63,81 Euro Pflegepflichtversicherung, 59,20 Euro Krankentagegeld ab dem 43. Tag (160 Euro/Tag) und 59,84 Euro gesetzlicher Zuschlag. Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil liegen bei je 390,62 Euro. Die Allianz stellt dem einen GKV-Gesamtbeitrag von 1.261,31 Euro gegenüber; der Vergleich stammt vom Anbieter und berücksichtigt keine Steuereffekte.

Im Tarif Plus 90 gilt eine Selbstbeteiligung von 10 Prozent auf ambulante und stationäre Behandlungen, höchstens 500 Euro pro Jahr. Leistungen aus dem „MeinVorsorgeprogramm“ (etwa Krebsvorsorge oder Zahnprophylaxe) sind davon ausgenommen und gefährden auch die Rückerstattung nicht.

Die Beitragsrückerstattung besteht aus 10 Prozent garantiertem Anteil und einem erfolgsabhängigen Bonus: bis zu 20 Prozent nach einem, 25 Prozent nach zwei und 30 Prozent nach drei leistungsfreien Jahren. Beamte erhalten bis zu 35 Prozent, Anwärter bis zu 50 Prozent. Für Kinder gelten höhere Sätze. Wer von einem anderen Versicherer wechselt, bekommt leistungsfreie Vorjahre angerechnet. Der Bonus hängt vom Unternehmensergebnis ab und wird jährlich neu festgelegt (Stand: 2026).

Für Rentner gibt es den Baustein „MeineBeitragsentlastung“, der den Beitrag im Alter senkt. Neugeborene sind in den ersten sechs Monaten beitragsfrei.

Vorteile

  • Transparentes Beitragsbeispiel. Komplette Aufschlüsselung inklusive Pflege, Krankentagegeld und gesetzlichem Zuschlag ist in der Branche selten.
  • Rückerstattung mit Garantieanteil. 10 Prozent sind fest, der Bonus staffelt sich nachvollziehbar.
  • Finanzstärke. „mmm+“ im Bilanzrating 2026 (Franke und Bornberg), Beitragseinnahmen 2025 laut Geschäftsbericht 4,66 Milliarden Euro.
  • Digitale Strecke. Gesundheits-App mit Barcode-Scan, Status-Tracking, E-Rezept, Online-Check-in und digitaler Chipkarte für das Krankenhaus.

Nachteile

  • Preisniveau. Knapp 600 Euro Tarifbeitrag für einen 30-Jährigen im Plus-Tarif liegen eher im oberen Mittelfeld.
  • Anpassung 2026. Medienberichte nennen für die Allianz eine durchschnittliche Erhöhung von rund 11 Prozent zum 1. Januar 2026, nahe am Branchenwert von etwa 13 Prozent, den der PKV-Verband für rund 60 Prozent der Versicherten angekündigt hatte.
  • Bonus nicht garantiert. Über 10 Prozent hinaus hängt die Rückerstattung vom Geschäftsergebnis ab.

Wie wir bewertet haben

Beitrag & Stabilität (8,2): Sehr gute Bilanzkennzahlen laut map-report und ein großes Kollektiv sprechen für Stabilität. Die Anpassung 2026 liegt im Branchentrend, der Einstiegsbeitrag im oberen Mittelfeld. Redaktionelle Einschätzung.

Leistungsumfang (8,8): Zwei Leistungsstufen für Angestellte, zwei für Beamte, Optionstarif, Beitragsentlastung, Vorsorgeprogramm ohne Selbstbehalt und beitragsfreie Nachversicherung Neugeborener. Kaum Lücken.

Service & Abwicklung (8,6): App mit vollständigem Prozess von Rechnung bis Status, Direktabrechnung im Krankenhaus per digitaler Karte, großes Vertriebsnetz plus Makler. Abzug für Wartezeiten, die in Bewertungsportalen gelegentlich genannt werden.

Transparenz (8,6): Beitragsbeispiel, Rückerstattungsmatrix und Bedingungen sind öffentlich und datiert. Der GKV-Vergleich auf der Website ist Anbieterrechnung und darum mit Vorsicht zu lesen.

Für wen geeignet

Die Allianz passt zu Angestellten über der Versicherungspflichtgrenze und Selbstständigen, die einen großen, finanzstarken Versicherer mit guter App und klaren Regeln wollen und dafür einen Beitrag im oberen Mittelfeld akzeptieren. Beamte bekommen ausgereifte Beihilfe-Ergänzungen mit Öffnungsaktion. Wer vor allem auf den niedrigsten Einstiegsbeitrag schaut, sollte Hallesche oder HanseMerkur gegenrechnen.

Quellen

Häufige Fragen zu Allianz Private Krankenversicherung

Was kostet die private Krankenversicherung bei der Allianz?

Die Allianz nennt ein Beispiel: Ein kinderloser Angestellter, 30 Jahre, 80.000 Euro Bruttojahreseinkommen, zahlt im Tarif MeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90 insgesamt 781,24 Euro im Monat, davon trägt der Arbeitgeber die Hälfte (Stand: 2026). Enthalten sind Pflegepflichtversicherung, Krankentagegeld und der gesetzliche Zuschlag. Dein Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Tarif ab.

Wie funktioniert die Beitragsrückerstattung bei der Allianz?

In den MeinGesundheitsschutz-Tarifen sind 10 Prozent garantiert, wenn du im Kalenderjahr keine Leistungen einreichst. Dazu kommt ein erfolgsabhängiger Bonus, zusammen bis zu 20 Prozent nach einem, 25 Prozent nach zwei und 30 Prozent nach drei leistungsfreien Jahren. Vorsorgeleistungen aus dem MeinVorsorgeprogramm gefährden die Rückerstattung nicht (Stand: 2026).

Kann ich Rechnungen bei der Allianz per App einreichen?

Ja, über die Allianz Gesundheits-App oder das Portal Meine Allianz. Rechnungen mit Barcode „eA“ oder „eP“ lassen sich direkt scannen, den Bearbeitungsstatus siehst du in der App.

Bietet die Allianz Tarife für Beamte?

Ja: Beihilfeergänzung Plus und Best als Restkostenversicherung, dazu Bausteine für Ein- oder Zweibettzimmer. Für Anwärter gibt es eigene Tarife mit bis zu 50 Prozent Beitragsrückerstattung und eine Öffnungsaktion mit auf 30 Prozent begrenztem Risikozuschlag.

Alternativen im PKV-Vergleich

  • Platz 2Preis-Leistung
    Hallesche Logo

    Hallesche

    Der transparenteste Anbieter: Beispielbeiträge, Selbstbehalt-Stufen und Wechselregeln stehen öffentlich. XL gehört leistungsseitig zur Spitze. Der Anstieg um rund 30 % seit 2022 zeigt aber: Stabilität ist kein Selbstläufer.

  • Platz 3Beliebt
    Debeka Logo

    Debeka

    Für Beamte und Anwärter die naheliegende erste Adresse: großes Kollektiv, Beihilfe-Tarife und solide Rückerstattung. Angestellte und Selbstständige gehen ohne öffentliche Preise in die Beratung; über Makler gibt es Debeka nicht.

  • Platz 4
    HanseMerkur Logo

    HanseMerkur

    Flexible Fit-Tarife mit ungewöhnlich hohen garantierten Pauschalerstattungen, die den Nettobeitrag für Gesunde senken. Beamte finden klare Preisbeispiele, Angestellte müssen rechnen lassen. Größere Kollektive: Debeka, Allianz.