Kurzfazit
LichtBlick aus Hamburg verkauft seit 1998 ausschließlich Ökostrom und ist mit rund zwei Millionen Kunden (Eigenangabe) der größte unabhängige Ökostromanbieter Deutschlands, auch wenn „unabhängig“ seit 2018 bedeutet: vollständig im Besitz des niederländischen Versorgers Eneco, der seinerseits Mitsubishi und Chubu gehört. Das Angebot ist breit: Festpreistarife mit 12 oder 24 Monaten, ein Easy-Tarif ohne Bonus, ein dynamischer Tarif und Gas mit wählbarem Biogasanteil. Die Verträge binden allerdings, und Details zur Preisgarantie stehen erst in den Tarifdetails.
Leistungen & Konditionen
Beim Strom gibt es vier Varianten (Stand: Oktober 2026): ÖkoStrom Komfort mit 12 Monaten Laufzeit und Preisgarantie, ÖkoStrom Relax mit 24 Monaten, ÖkoStrom Easy ohne Bonus mit dauerhaft niedrigem Arbeitspreis für 12 oder 24 Monate sowie ÖkoStrom Dynamic, bei dem der Preis direkt an die Strombörse gekoppelt ist. Die Fußnote zur Preisgarantie unterscheidet zwischen einer Energiepreisgarantie (Beschaffung und Vertrieb) und einer eingeschränkten Preisgarantie (zusätzlich Netz- und Messentgelte); welche Variante für welchen Tarif gilt, steht in den Tarifdetails. Die Kündigungsfrist nennt die Website nicht.
Der Strom ist TÜV-geprüft. Laut LichtBlick wird dein Verbrauch bilanziell zu 100 Prozent Strom aus deutschen Wind- und Solaranlagen zugeordnet, nachgewiesen über Herkunftsnachweise. Ein Grüner Strom Label oder ok-power hat LichtBlick nicht.
Beim Gas kannst du zwischen LichtBlick Gas mit mindestens 10 Prozent Biogas, Gas Plus mit mindestens 30 Prozent und BioGas mit 100 Prozent wählen, jeweils mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit. Für die Erdgasanteile kauft LichtBlick Gold-Standard-Zertifikate, betont aber selbst, dass das keinen Ausgleich der Emissionen darstellt. Klimaneutral nennt LichtBlick kein Gasprodukt, was ehrlich ist.
Vorteile
- Nur Ökostrom, seit 1998. TÜV-geprüft, bilanziell aus deutschen Wind- und Solaranlagen.
- Wahlfreiheit. 12 oder 24 Monate Garantie, Easy ohne Bonus, dynamischer Tarif.
- Gas mit echtem Biogasanteil. Bis zu 100 Prozent Biogas, ohne Klimaneutral-Versprechen.
- Service mit Auszeichnungen. SZ-Institut und WirtschaftsWoche heben den Kundenservice hervor (Eigenangabe auf der Website).
Nachteile
- Laufzeit. Die Festpreistarife binden 12 oder 24 Monate, einen monatlich kündbaren Festpreis gibt es nicht.
- Details versteckt. Kündigungsfrist und Garantie-Art stehen nicht auf der Übersicht.
- Konzern im Hintergrund. Eneco, Mitsubishi und Chubu; Robin Wood strich LichtBlick 2020 wegen geringem Zubau aus dem Ökostromreport.
- Kein Zubau-Label.
Wie wir bewertet haben
Preis (7,0): LichtBlick ist meist teurer als die Digitalanbieter, der Easy-Tarif ohne Bonus ist aber ein faires Modell für Langzeitkunden.
Vertragsbedingungen (7,2): 12 oder 24 Monate Laufzeit sind marktüblich, aber unflexibel. Die fehlende Kündigungsfrist und die unklare Garantie-Art auf der Übersicht kosten Punkte.
Service (8,2): Große Serviceorganisation, Kundenportal, Kündigungsbutton, ausgezeichneter Telefonservice. Die App ist solide, nicht herausragend.
Ökostrom & Nachhaltigkeit (7,8): TÜV-Siegel, deutsche Herkunftsnachweise und ehrliche Kommunikation beim Gas. Ohne Zubau-Label und mit Konzernmutter bleibt der Abstand zu Naturstrom, Polarstern und Green Planet Energy.
Für wen geeignet
LichtBlick passt zu Haushalten, die Ökostrom und Gas mit Preisgarantie von einem großen, erreichbaren Anbieter beziehen und mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit kein Problem haben. Besonders interessant für Wärmepumpen- und Nachtspeicherstrom. Wer monatlich kündigen will oder Wert auf ein Zubau-Label legt, ist bei Ostrom beziehungsweise Polarstern besser bedient.
LichtBlick
Größter unabhängiger Ökostromanbieter Deutschlands mit TÜV-geprüftem Strom und Gas
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